Wie sicher ist die Stromversorgung?

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Eberhard Wagner

Von Dipl.-Ing. Eberhard Wagner und Dipl.-Ing. Heiner Gathmann

Die Sicherheit der Stromversorgung wird durch jeden weiteren Zubau von Wind- und PV-Anlagen zusätzlich gefährdet. Hinzu kommt die anstehende Stilllegung von allen konventionellen Groß-Kraftwerken mit deren Eigenschaft der automatischen Bereitstellung von „Momentan-Reserve“. Diese Reserve kann allerdings nur dann wirksam sein, wenn die Anlagen mit einer Mindestleistung „am Netz“ tätig sind. Auch derzeit geplante und gebaute Gaskraftwerke, können nur „Momentan-Reserve“ bereitstellen, wenn diese „am Netz“ arbeiten!

  • Notwendige Speichersysteme gibt es nicht, werden auch langfristig im erforderlichen Maße nicht zur Verfügung stehen.
  • Wasserstoff, beliebig in welcher Form und Technik, wird vor allem aus wirtschaftlichen Gründen die Probleme nicht mildern oder beseitigen.
  • Andere Regenerativ-Anlagen (Wasser, Biomassen, Geothermie etc.), die bedingt grundleistungsfähig sind, können die wetterbedingten Lücken von Wind- und PV-Anlagen nicht ausfüllen.
  • Die Stromkosten werden weiter stark steigen. Die zusätzlichen CO2-Kosten wirken bereits ab Januar 2021 preistreibend.
  • Die Schlussabrechnungen 2021 für Strom und Gas werden alle Bürger erschrecken.
  • Welche Partei/Gewerkschaft nimmt diese Gefährdungen ernst, macht diese zum Thema?

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6 Antworten zu “Wie sicher ist die Stromversorgung?”

  1. Ralf Schaefer sagt :

    In einer Sache widerspreche ich. Wasserstoff kann das Problem sehr wohl abfedern und mildern. Zumindest könnte zu Zeiten in welchen wenig Energie oder im Falle von erneuerbarer Energie zu viel Energie produziert wird, diese zur Wasserstofferzeugung genutzt werden.

    Nimmt man nun den Wasserstoff im Material Handling Bereich entfallen Batterieladezyklen welche das Netz extrem belasten.

    Von Wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen, statt Batterien welche mit 120 kW oder mehr geladen werden, verspreche ich mir auch noch Vorteile. Da auch hier das Netz gleichmäßiger belastet wird.

    Eine gewisse Grundlast brauchen wir, aber alle Peaks könnten mit heutiger Technik aufgefangen werden.

    Oder wie sehen Sie dies?

    • Eberhard Wagner sagt :

      Sie widersprechen in nicht nur einer Sache. Die Faktenlage ist eine andere. Wasserstoff ist letztlich nicht bezahlbar – außer mit gigantischen Subventionen. Wenn die „Industrie“ diesen Weg befürwortet, so muss man schlicht wirtschaftliche Interessen unterstellen (Aufträge). Wer bezahlt am Ende?
      Die Spitzenbelastungen im elektrischen Netz sind bereits heute vorhanden. Diese werden sich bis zum Blackout verstärken. Warum wohl bremst die Politik die Entwicklung, wenn es um Batterie-Ladezeiten geht? Warum müssen die Stromversorgen bereits jetzt bremsen, wenn es um Ladestationen geht?
      Der Kreis schließt sich. Es passt nichts zusammen. Bitte lesen Sie auch die Analyse der „Ergiebigkeit“ von Wind und Sonne zur Stromerzeugung.

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