Verstehen Sie das EEG und die Strompreise?

Stromversorgung im Strompreis-Irrgarten

Steigende Strompreise werden immer mehr zum Ärgernis. Die Vorwürfe an die vermeintlichen Verursacher dieser Entwicklung, sind wohlfeil. Es sind immer die Anderen. Die Vorwürfe sind oft widersprüchlich oder sind falsch.

Die am 18.1.2014 (Minister Gabriel) bekannt gewordenen Absichten zur Verminderung der ständigen steigenden Strompreise, überzeugen nicht. Solange die „Erneuerbaren“ Vergütungen erhalten, die erheblich über den Erzeugungskosten der konventionellen Kraftwerke liegen, wird auch die EEG-Umlage grundsätzlich steigen müssen.

Von Dipl.-Ing. Eberhard Wagner, Bensheim und
Dipl.-Phys. Horst Wetzel, Guben

Vorbemerkung

Steigende Strompreise werden immer mehr zum Ärgernis – für die Bürger, die Industrie und die Gewerbetreibenden. Die Vorwürfe an die vermeintlichen Verursacher dieser Entwicklung, sind wohlfeil. Es sind immer die Anderen. Die Vorwürfe sind oft widersprüchlich oder sind falsch. Beispiele:

Den „Stromversorgungs-Unternehmen“ und den „Strom-Konzernen“, wer immer das ist, wird vorgeworfen, Vorteile beim Stromeinkauf (Strom-Börse) nicht an die Kunden weiterzugeben.

Den stromintensiven Industrien und vergleichbaren Unternehmen wird vorgeworfen, sich nicht bzw. ungenügend an der Bezahlung der sog. EEG-Umlage (Erneuerbare Energien Gesetz – EEG) zu beteiligen. Diese würden die gesetzlichen Möglichkeiten zur Umgehung der Zahlungen „schamlos“ ausnutzen.

Behauptet wird, der Börsenpreis falle, weil Photovoltaik- und Windkraftanlagen immer günstiger Strom erzeugten.

Behauptet wird, die „Erneuerbaren“ werden immer billiger.

Politiker beschuldigen sich wechselseitig der Unfähigkeit und der Unwilligkeit, Besserungen zu veranlassen. Dies in den Parlamenten, im Bundestag und im Bundesrat.

Wenig thematisiert wird, dass der Staat der eigentliche Verursacher ist. Bereits derzeit ist der Anteil der gesetzlich veranlassten Ausgaben beim Haushalts-Strompreis größer als 50 % – einschließlich der Mehrwertsteuer (MWSt.).

In der „Bundestags-Drucksache 14/2776 (23.2.2000) zur Einführung des EEG“ wurde erklärt:

„Auswirkungen auf das Preisniveau, insbesondere das Verbraucherpreisniveau, sind trotz voraussichtlich geringer Erhöhung der Netznutzungsentgelte nicht in nennenswertem Umfang zu erwarten. … Es ist lediglich mit geringfügigen Steigerungen der Strombezugspreise zu rechnen, die durch die im liberalisierten Markt sinkenden Strompreise deutlich überkompensiert werden.“

Die Stromrechnungen der Verbraucher enthalten immer mehr Positionen – zehn Detail-Beträge für 2013. Das ist positiv zu werten. Dadurch werden die Belastungen durch den EEG-Strom transparenter. Die Energiepolitiker entlarven sich selber.

Wo stehen wir heute?

Die enormen Kosten der Nutzung Erneuerbarer Energien werden offensichtlich verniedlicht, vertuscht bzw. geleugnet.

Was ist nun richtig ? 

Die nachfolgend genannten Daten (alle Gelddaten ohne MWSt.) stammen aus den „Prognosen der EEG-Umlage für die Jahre 2013 und aktuell 2014“. Diese Berechnungen sind amtlich. Verantwortlich ist die Bundesnetzagentur, die sich auf Bewertungen von Gutachtern und Daten der Übertragungs-Netzbetreiber (ÜNB) stützt.

Die Verfasser hinterfragen nach bestem Wissen und Gewissen das „Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)“ und „Einzelheiten der Strompreisbildung“. Es zeigt sich ein großes Verwirrspiel. Minister für Wirtschaft und Energie Gabriel (SPD) spricht von teilweiser „Anarchie“.

Der geneigte Leser dieses Berichtes sollte beurteilen, ob Politiker, die über weitere Novellierungen des Energierechts zu befinden haben, überhaupt wissen, worüber sie abstimmen.

EEG und EEG-Umlage

A) Einfluss der Börse auf die EEG-Umlage

Oft wird behauptet, dass der Strom-Börsenpreis die EEG-Umlage entscheidend beeinflusse. Es wird ein Widerspruch zwischen „sinkenden“ Börsenpreisen und deshalb „steigenden“ EEG-Umlagen „journalisiert“. Angeblich werden die niedrigen Börsenpreise nicht an die Verbraucher weitergegeben.

Dieser Zusammenhang ist aus den Daten der Umlage-Berechnungen nicht ableitbar.

Tatsache ist, dass 2014 die „Einnahmen aus der Vermarktung von EEG-Strom“ etwa 2,2 Mrd. Euro erzielen soll. Dieser Wert ist zu vergleichen mit den gesamten „Auszahlungen an EEG-Anlagenbetreiber“ von etwa 21,9 Mrd. Euro. Die zitierte Ursache für die Höhe bzw. den Anstieg der EEG-Umlage ist deshalb weitgehend unzutreffend, d. h. sehr gering – rund 10 %.

Erkenntnis zu A:
Die EEG-Umlage wird wesentlich durch die Vergütungszahlungen bestimmt. Was ja auch Sinn der politisch gewollten Förderung der Nutzung von „Erneuerbaren Energien“ ist. Dass diese Zahlungen völlig aus den Fugen geraten sind, ist hierbei eine andere Sache. 

B) Vorwurf: Industrien u. a. sind weitgehend von der EEG-Umlage befreit

Die Umlage-Berechnungen unterscheiden in privilegierte und nicht-privilegierte Stromverbraucher. Diese Unterscheidung wirkt sich etwa proportional auf die Festsetzung der Umlage aus.

Die EEG-Prognose 2014 nennt eine Strommenge für die Privilegierten von etwa 107 TWh (Terawattstunden = Mrd. kWh); diese beteiligen sich mit 0,05 Ct./kWh. Es gibt weitere Feinheiten (z. B. Grünstromprivileg), die noch keinen erheblichen Einfluss haben, und hier nicht beschrieben werden.

Der nicht-privilegierte Stromverbrauch liegt bei etwa 378 TWh.

Würden die Privilegierten voll an der EEG-Umlage beteiligt, so würde sich eine Verminderung der Umlage von 6,24 Ct./kWh auf rund 5 Ct./kWh (genauer 4,87 Ct./kWh) ergeben. Bei dieser Abschätzung ist zu beachten, dass 2014 der gesamte „Etat“ der EEG-Umlage 23,6 Mrd. Euro betragen soll.

Industrien (Privilegierte) müssten durch höhere Strompreise ggf. ihre Produktpreise erhöhen. Die Verbraucher würden indirekt belastet werden. Das Ganze zeigt sich als „Null-Summen-Spiel“.

Erkenntnis zu B:
Die Beteiligungen der Industrien und anderen an der Umlage, würden eine relativ geringe Verminderung der Umlage um etwa 1,5 Ct./kWh bewirken. Für die Verbraucher würden sich Erhöhungen von Produktpreisen ergeben. Für Exporte stromintensiver Produkte, wären nicht überschaubare Konsequenzen zu erwarten (Arbeitsplätze).

Hinweis: Die EEG-Umlage beträgt brutto, also mit MWSt., 7,43 Ct./kWh. Dieser Wert wird in den Medien kaum erwähnt. Er ist die wirkliche Belastung der Bürger.

C) Einfluss des EEG-Stromes auf die Strompreise an der Börse – Mechanismus der Strombörse

Der EEG-Strom hat an der Börse unmittelbar preislich keine Auswirkungen. Dieser Strom ist bereits über die EEG-Umlage von den Bürgern bezahlt worden. Der EEG-Strom geht mit „Null-Euro“ (!) an den Börsenmarkt. Er vermindert den (Rest-)Strombedarf, der von anderen Kraftwerken bereitgestellt werden muss.

Dies führt dazu, dass teure konventionelle Kraftwerke aus dem Börsen-Angebot gedrängt werden (Merit-Order-Effekt). Hieraus resultieren die Klagen der Kraftwerksbetreiber, die ihre Anlagen vielfach nicht mehr wirtschaftlich betreiben können. Das betrifft auch Erdgas-befeuerte Kraftwerke, die „energiepolitisch“ gefordert werden, um die natürlichen Ausfälle von Wind und Sonne auszugleichen. Frage: Wer wird bei dieser Sachlage in neue konventionelle Kraftwerke investieren?

Die Stromversorger/Netzbetreiber decken ihren Strombedarf kurzfristig über den Börsen-Spotmarkt und längerfristig, auch Jahre, über den Börsen-Terminmarkt und den außerbörslichen Handel. Diese Geschäfte bedürfen großer Erfahrung und Weitblick, weil sich daraus die Strompreise ableiten. Das wirtschaftliche Gedeihen der Unternehmen hängt von diesen Kaufentscheidungen ab. Zum Ende eines Geschäftsjahres zeigt sich der Erfolg dieser Einkäufe. Die Stromversorger wären schlecht beraten, wenn sie die Stromeinkäufe nur über den Spotmarkt tätigen würden.

Die Stromversorger bzw. die Netzbetreiber (NB) [nur bei kleinen Versorgern können diese identisch sein] vergüten den EEG-Anlagenbetreibern den erzeugten Strom gemäß EEG. Das sind Preise von etwa 9 bis etwa 55 Ct./kWh. Es gibt derzeit bereits etwa 5000 Tarife. Die über die Stromrechnungen der Verbraucher kassierte EEG-Umlage, wird an die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) abgeführt.

Die NB melden die EEG-Strommengen an die ÜNB. Entsprechend erhalten die NB eine Erstattung der Vergütungszahlungen, die sich aus der Differenz der EEG-Vergütungen und dem aktuellen Börsenpreis bestimmt.

Beispiel: Der NB hat eine bestimmte Strommenge mit 50 Ct./kWh vergütet. Der aktuelle Börsenpreis beträgt 3 Ct./kWh. Der NB bekommt vom ÜNB 47 Ct./kWh erstattet. Damit hat ihn der Strom 3 Ct./kWh gekostet. Das ist eben so viel, wie er diesen bei einem Kauf an der Börse hätte bezahlen müssen.

Die gesamte Geld-Summe entspricht der in der Prognose der EEG-Umlage 2014 – siehe bei A) – ausgewiesenen „Erlöse aus der Vermarktung von EEG-Strom“, also etwa 2,2 Mrd. Euro.

Erkenntnis zu C:
Die Stromversorger müssen für den EEG-Strom den aktuellen Börsenpreis bezahlen (Spotmarkt). Große EEG-Strommengen führen tendenziell zu niedrigen Börsenpreisen und umgekehrt. Auf die Strompreise wirken sich diese Effekte nicht unmittelbar aus. Erst zum Abschluss eines Geschäftsjahres kann ein Versorger über die Richtigkeit seiner Kalkulation bzw. Jahresprognose urteilen. 

Würde der Börsenpreis sofort wirksam werden, müssten sich die Strompreise quasi stündlich/täglich ändern. Das ist erkennbar nicht Praxis.

Dieser Vorgang hat mit der Festlegung der jährlichen EEG-Umlage nichts zu tun.

D) „Behebung 50,2 Hertz“, Teil der EEG-Umlage-Berechnungen 

Die Energie-Politiker haben erkennen müssen, dass das unkontrollierte Einspeisen von EEG-Strom zu erheblichen Unsicherheiten der Stromversorgung führen kann. Dies kann bis zum totalen Kollaps, sogar des europäischen Stromnetzes, führen. Beispiel: Schiffsüberführung Ems, 2006.

Dieses Problem wird in der EEG-Umlage-Berechnung mit „Kosten für Nachrüstung zur Behebung 50,2 Hertz“ behandelt. Gemeint ist, dass z. B. auch kleinere PV-Anlagen technisch so ausgestattet werden müssen, dass sie vom Netzbetreiber angesteuert – ggf. abgeschaltet – werden können.

Für die Umrüstung/Nachrüstung sind 2014 120 Mio. Euro vorgesehen (2013 waren es 105 Mio. Euro). Das ist ein Politik-Beispiel, wie von vornherein erkennbare elektrotechnische Notwendigkeiten, leichtfertig „übersehen“ werden. Der nachträglich entstehende Aufwand wird sozialisiert.

E) Stromsteuer 

In den Stromabrechnungen wird in der Position „Gelieferte Energie“ außer der EEG-Umlage auch die Stromsteuer (Ökosteuer, ökologische Steuerreform 1999) berechnet. Diese beträgt für Letztverbraucher derzeit 2,05 Ct./kWh.

Diese Steuer hat mit den Regenerativen Energien (also EEG-Strom) nichts gemein. Sie wirkt wie die Mehrwertsteuer. Wikipedia: „Etwa 90 % der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen in die Rentenkassen. Dadurch wird der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberanteil an den Beiträgen zur Rentenversicherung gesenkt.“

Erkenntnis zu E:
Es gibt Vorschläge, die Ökosteuer zu halbieren, um die Bürger-Belastungen durch die EEG-Umlage zu verringern. Damit würde sich der Strompreis um etwa 1 Ct./kWh vermindern. Auf die EEG-Umlage hätte diese Regelung keine Auswirkungen. 

Allerdings müssten dann die Rentenkassen aus dem allgemeinen Steueraufkommen oder aus neuen Steuer-Erfindungen gefüllt werden. Ein „Null-Summen-Spiel“. 

F) Behauptung: EEG-Strom wird immer billiger

Jeweils im Oktober eines Jahres legen die vier in Deutschland tätigen Übertragungs-Netzbetreiber eine Prognose der gesamten Kosten und Erlöse für die Stromerzeugung aus Regenerativ-Kraftwerken vor.

Die wichtigste Position der jährlichen Prognose ist: „Auszahlungen an Betreiber“

in Mio. Euro
2013
2014
Wasser
268
394
Gase
48
42
Biomasse
4.967
5.531
Geothermie
18
31
Wind onshore
3.227
4.281
Wind offshore
344
1.132
Photovoltaik
10.156
10.537
Summen
19.028
21.949

In der jährlichen Prognose werden auch die „Durchschnittlichen Festvergütungen“ aufgeführt

in Ct./kWh
2013
2014
Wasser
8,71
9,93
Gase
7,81
8,99
Biomasse
19,60
20,68
Geothermie
23,58
24,13
Wind onshore
9,04
9,19
Wind offshore
0,00
0,00
Photovoltaik
32,08
33,10

Merkwürdig sind die Nicht-Nennungen der Beträge für Wind-Offshore.

Abschaltung von Windkraft-Anlagen 

Die Netzbetreiber haben das Recht, die Anlagen abzuregeln oder sogar abzuschalten, wenn die Windkraftanlagen zu viel Strom erzeugen. Diese Situation entsteht, wenn die Netze die Wind-Leistungen nicht aufnehmen können, der Leistungsbedarf (Verbraucher) zu gering ist und/oder dadurch die Netzstabilität gefährdet ist. In diesen Fällen erhalten die Windanlagen-Betreiber auch für die nicht produzierten Strommengen eine Vergütung. Die Betreiber erleiden keine wirtschaftlichen Nachteile.

Mit dem weiteren Zubau von Windkraftanlagen, wie auch allen anderen Regenerativ-Anlagen, werden sich diese Situationen vervielfachen. Zusätzlich wird sich diese Lage verschärfen, wenn sich der Strombedarf vermindern sollte – infolge des politischen Ziels, die Effektivität der Stromnutzung zu erhöhen.

Welcher andere Wirtschaftszweig hat vergleichbare Vorteile, Geld für die Nicht-Produktion von irgendwelchen Waren kassieren zu können?

Erkenntnis zu F:
Weder die absoluten Vergütungen (Euro), noch die relativen Vergütungen – spezifischen Vergütungen (Ct./kWh), lassen eine Verminderungen der Vergütungszahlungen erkennen. 

Die Vergütungsregelungen für die Null-Strom-Produktion sind volkswirtschaftlicher Irrsinn.

Eine weitere Folge der „Überproduktion“ sind „Negative Strompreise“ an der EEX-Strombörse. Aufgrund der notwendigen Stabilisation des Netzes, muss ggf. Strom an ausländische Interessenten gegen Zu-Zahlungen (Prämien) abgegeben werden. 

Strompreise – Bestandteile

Die Stromrechnungen enthalten außer den Kosten für „Gelieferte Energie“, zusätzlich die Kosten für den „Netzbetrieb“. Dieser Preisbestandteil enthält u. a. die Position „Windkraft-Offshore-Umlage“, die den „Erneuerbaren“ zuzurechnen ist.

Weitere Bestandteile des „Netzbetriebs“ sind Kosten gemäß „Stromnetzentgeltverordnung – StromNEV“, „Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz – KWK-G“, „Netznutzung“, „Konzessionsabgabe“ und Kosten für „Messstellenbetrieb“, „Messung“ und „Abrechnung“.

G) Windkraft-Offshore-Haftungsumlage 

Bei der Nutzung von Windkraft in Nord- und Ostsee ergibt sich das Problem der zeitlichen Abstimmung zwischen der Errichtung von Windanlagen einerseits, und dem Bau der Stromableitungen (Kabeltrassen) zum Festland hin, andererseits. Beide Vorhaben stehen in getrennter Verantwortung und unterliegen getrennten Genehmigungs-Verfahren. Die ÜNB sind für die Anbindung an das Übertragungsnetz auf dem Festland verantwortlich. Es ist klar, dass eine gleichzeitige Betriebsfähigkeit beider Systeme nicht erwartet werden kann. Die ÜNB sind in der misslichen Lage ggf. Vorinvestitionen tätigen zu müssen, ohne sicher sein zu können, dass die Windanlagen betriebsbereit sind, oder schlimmstenfalls, überhaupt gebaut werden.

Der Gesetzgeber „entschädigt“ die Windanlagen-Betreiber mit Vergütungszahlungen, für eine theoretische Stromerzeugung (90 %), wenn der Strom nicht an das Festland gebracht werden kann.

Diese Kosten werden über die allgemeine Stromrechnung von allen Bürgern bezahlt – derzeit etwa 0,25 Ct./kWh. Diese Umlage ist eindeutig der Nutzung Erneuerbaren Energien zuzurechnen. Korrekt müssten sie Teil der EEG-Umlage sein.

H) Stromnetzentgeltverordnung – StromNEV

Die Stromrechnungen enthalten die Position „§ 19 StromNEV-Umlage“ in Höhe von etwa 0,3 Ct./kWh. Über diesen „Umweg“ werden Kunden mit sehr großem und gleichmäßigem Stromverbrauch begünstigt. Kennzeichen ist die sog. Benutzungsdauer bzw. Benutzungsstundenzahl. Der Strombedarf (kWh) eines Jahres wird durch die größte in Anspruch genommene Leistung (kW) dividiert. Die Kunden bezahlen gestaffelt nur 20 bis 10 %, entsprechend 7.000 bis 8.000 Benutzungsstunden, des ansonsten fälligen Netzentgeltes (ein Normaljahr hat 8.760 Stunden).

Die „Belohnung“ eines gleichmäßigen Stromverbrauches ist grundsätzlich gerechtfertigt. Dieser führt zu einer besseren Ausnutzung der Netze und (konventionellen) Kraftwerke. Die enorm schwankenden Erzeugungen von Wind- und Sonnen-Anlagen können hierbei keine Hilfe geben.

Das Umlegen dieser Kosten auf die normalen Stromverbraucher ist völlig unverständlich. Derartige „Mindereinnahmen“ für die Netzbetreiber, wären richtigerweise in den allgemeinen Netznutzungsentgelten einzurechnen.

I) Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz – KWK-G 

Durch das KWK-Gesetz soll der Betrieb von Anlagen gefördert werden, die gleichzeitig Strom und Heiz-Wärme bereitstellen können. Diese Anlagentechnik kann sehr effektiv sein, wenn möglichst ganzjährig, ein entsprechender Bedarf gedeckt werden kann. Typische Anwendungen sind Schwimmbäder, Wäschereien, Krankenhäuser, Industrie- und Gewerbebetriebe mit bedeutendem Wärmebedarf – sog. Prozesswärme.

Bei der Wärmeversorgung von Gebäuden ist zu bedenken, dass im Sommer nur ein Warm-Wasserbedarf besteht. Die Anlagen können dann nur noch der Stromerzeugung dienen. Sie werden dann nur als „konventionelle“ Kraftwerke betrieben (geringere Effizients) oder wegen Bedarfsmangels abgeschaltet.

Die Sondervergütungen werden von den Netzbetreibern über die Netz-Nutzungsentgelte gezahlt.

Die Politik strebt an, den Strombedarf zukünftig, zu 25 % aus KWK-Anlagen zu decken. Wegen des Wärme-Bedarfsmangels im Sommer und der gesamten Kraftwerks-Leistungs-Bilanz, besonders in Verbindung mit den EEG-Anlagen und des immer noch notwendigen konventionellen Kraftwerksparks, erweist sich diese Forderung als bedenklicher Irrweg (siehe Link „Energiefalle“, unten).

J) Systemdienstleistungen

Diese Dienstleistungen sind – neben der Übertragung und Verteilung – für die Funktionsfähigkeit der Elektrizitätsversorgung von herausragender Bedeutung. Sie umfassen: Bereitstellung von Regelleistung zur Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Versorgungswiederaufbau nach totalen Netzausfällen, Betriebsführung und das Erkennen und Beseitigen von Netzengpässen.

Ohne diese Tätigkeiten wäre z. B. die Aufnahme und Weiterleitung besonders von stark fluktuierenden Wind- und PV-Strom überhaupt nicht möglich. Die Kosten sind in der Netznutzung enthalten.

Die Netzentgelte für die übliche Hausversorgung (Niederspannung) betragen derzeit etwa 6 bis 10 Ct./kWh. In den Neuen Bundesländern sind etwa 4 Ct./kWh mehr zu zahlen. Dort besteht ein größerer Windkraft-Anteil, die Leitungslängen sind größer und die Bevölkerungsdichte ist geringer. Im Gegensatz zur EEG-Umlage wird kein bundesweiter Ausgleich vorgenommen.

Netznutzung – allgemeines 

Die Kosten für die Netznutzung ergeben sich aus den Abschreibungen der Investitionen für Netze, Transformatoren, Schaltanlagen und ähnlichem, sowie den Betriebskosten. Die Betriebskosten ergeben sich nicht allein aus den Personalkosten, sondern auch aus den Kosten für System-Dienstleistungen. Das betrifft die Netzregelung: Bereitstellung von sog. negativer und positiver Regelleistung, Ausgleich von Engpässen, Blindleistungs-Ausgleich. Die Kosten für die Regelleistungen werden allein durch die EEG-Anlagen verursacht. Diese wären verursachungsgerecht in die EEG-Umlage einzurechnen.

Begründung:
Vor der „Liberalisierung“ des Strommarktes (vor 1998) war jedes Versorgungs-Unternehmen verpflichtet, selbst für die „gesicherte Versorgung“ in seinem Gebiet geradezustehen. Dies erfolgte wesentlich durch eigene Kraftwerke, die schnell Ungleichheiten von Erzeugung und Bedarf ausgleichen konnten. Diese Zugriffsmöglichkeit besteht heute nicht mehr (Unbundling).

Um das Jahr 2000 verfügte Deutschland über einen optimalen Kraftwerkspark und entsprechende Netze. Da Netzteile nicht mehr ausgelastet waren, war man dabei, Netze abzubauen.

Diese Situation hat sich durch die EEG-Anlagen grundlegend verändert. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, diese Anlagen an das Netz anzuschließen, auch wenn dadurch neue Netze und Netzverstärkungen vorgenommen werden müssen. Die Kosten werden auf die Netzkosten aufgeschlagen.

Diese Regelung galt bereits im Rahmen des Stromeinspeisungsgesetzes (1991, Vorgänger des EEG). Die Netzbetreiber waren allerdings nur zu Netzbauten verpflichtet, wenn das eigene Versorgungsgebiet betroffen war. Damit bestand keine Verpflichtung, auch für Wind-Offshore-Anlagen (Nord- und Ostsee) Netzanschlüsse errichten und betreiben zu müssen. Auch diese Situation wurde mit dem EEG „umschifft“.

Um die Offshore-Technik voranzubringen, wird nun den Netzbetreibern auferlegt, die Anschlusskosten auch für diese Anlagen zu übernehmen. Mittlerweile sind Investitionen in Milliardenhöhe vorgenommen worden, die in den Netzkosten enthalten sind. Die Offshore-Anlagen erhalten nun etwa 19 Ct./kWh (siehe F, dort nicht benannt). Nicht offengelegt werden die Netzanschluss-Kosten, die korrekt der EEG-Umlage zuzurechnen wären.

K) Konzessionsabgabe 

Die Konzessionsabgabe (etwa 2 Ct./kWh) ist von den örtlichen Netzbetreibern an die Kommunen zu entrichten. Diese Regelung gilt seit Jahrzehnten. Die Netzbetreiber erhalten hierdurch das Recht, auf Gemeindegebieten Leitungen zu bauen und zu betreiben.

L) Haus-Stromanschluss

Hierzu zählen üblicherweise Entgelte für den „Messstellenbetrieb“, die eigentliche „Messung“ und die „Abrechnung“. Das umfasst die Entgelte für den Hausanschluss zum Bezug von Elektrizität. Die Kosten betragen etwa 1 Ct./kWh.

Resümee

Die Verfasser haben nach bestem Wissen und Gewissen, Einzelheiten des EEG und der Strompreisbildung in den wesentlichen Positionen dargelegt. Es wird deutlich, dass sich – außerhalb der EEG-Umlage – weitere bedeutende Kostenbestandteile der Stromrechnungen aus der Nutzung Erneuerbarer Energien ergeben. Bei einer „ehrlichen, Verursacher-gerechten“ Zuordnung, müssten diese in die EEG-Umlage einbezogen werden.

Zur gesamten Situation des Energierechtes ist festzustellen, dass von der „Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte (1998)“ [Entfall der „geschlossen Versorgungsgebiete und Preisaufsicht“], mit Einführung des direkten Wettbewerbs aller betroffenen Unternehmen, so gut wie nichts übrig geblieben ist. Es wird im Übermaß reglementiert – sarkastisch ist von einer „Hyper-Re-De-Regulierung“ zu sprechen.

Aus einer wirtschaftlich sich selbst tragenden Stromversorgung, ist ein Wirtschaftszweig entstanden, der nur mit Subventionen aufrecht zu erhalten ist. Diese Entwicklung war zu erwarten. Die Politik verkennt, dass die Stromversorgung nicht wie eine übliche Ware behandelt werden kann. Die Stromversorgung beruht naturgesetzlich auf der unmittelbaren Gleichheit von Erzeugung und Verbrauch. Strom lässt sich nicht in den erforderlichen Mengen speichern.

Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Strom-Börse diese Schieflagen irgendwie heilen kann. Wenn Strom zeitweise (täglich ggf. stündlich), wie Schweinehälften o.ä., durch fünf oder mehr Hände geht und ein Mehrfaches des Strombedarfs börslich gehandelt wird, zeigt dies die Perversion der „Liberalisierung“. Mit möglicherweise 1/10 bis 1/100 Ct./kWh Preisdifferenzen, lassen sich bei zig-Millionen kWh, eben auch Millionen Euro verdienen. Wer bezahlt letztlich diesen Irrsinn?

Nochmals die Frage an interessierte Bürger:

Können wir davon ausgehen, dass Politiker über weitere Novellierungen des EEG (oder allgemein des Energierechts) im volkswirtschaftlichem Interesse entscheiden werden?

Sind die Probleme in der Politik wirklich angekommen? Können wir Bürger auf diese Nachricht vertrauen ? … 

… FAZ vom 30.12.2013 … „Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat einen «Neustart» in der Energiepolitik verlangt. Bei der Energiewende liege vieles im Argen, sagte Gabriel der Zeitung «Welt am Sonntag»: Unter der vorherigen Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe teilweise Anarchie geherrscht – «alle machen mit, aber keiner weiß, wohin». Dies sei das größte Problem, vor dem jetzt die schwarz-rote Koalition stehe.“

Die am 18.1.2014 (Minister Gabriel) bekannt gewordenen Absichten zur Verminderung der ständigen steigenden Strompreise, überzeugen nicht. Solange die „Erneuerbaren“ Vergütungen erhalten, die erheblich über den Erzeugungskosten der konventionellen Kraftwerke liegen, wird auch die EEG-Umlage durch neue EEG-Anlagen grundsätzlich steigen müssen. Wenn aus „politischen“ Gründen, die EEG-Umlage „optisch“ nicht ansteigen soll (gedeckelt), werden die entstehenden zusätzlichen Kosten in andere Kostenbereiche verschoben, z. B. in die Netzentgelte.

Weiterführende Beiträge – Links

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10 responses to “Verstehen Sie das EEG und die Strompreise?”

  1. Klaus Schwecke says :

    Sehr geehrter Herr Wagner, ich danke Ihnen für die Mühe, die Sie sich gemacht haben, um dieses riesige und komplexe Thema etwas verständlicher zu machen! Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer Darstellung sehr viele der Wähler erreichen, die damals den Märchen Trittins geglaubt und bei der Einführung des EEG „hurra“ gerufen haben! K.Schwecke, Weinheim

  2. Dr. Manfred Franetzki says :

    Lieber Herr Wagner, wie gewohnt zeigen Sie sehr detailliert alle wesentlichen Schwachpunkte des EEG auf und ich hoffe, dass davon in der Öffentlichkeit mehr kapiert wird. Aber führt das zum Umdenken, zu einem Ausweg aus einer Sackgasse, die uns als Industriestandort an die Wand fahren wird? Würde mir von wem auch immer ein Konzept für einen wirklichen Neuanfang wünschen, für den man sich sich voll engagieren könnte. Gabriel hat keine Chance.
    Beste Wünsche für Ihr Engagement
    Manfred Franetzki

  3. Helmut Lebeau says :

    Lieber Herr Wagner,
    zunächst mal Danke für die umfangreiche und sachliche Darstellung. Bei diesem Thema fällt es mir oft schwer, sachlich zu bleiben. Das liegt insbesondere daran, dass ich den Eindruck habe, dass die Bevölkerung hier systematisch – und ich behaupte auch wissentlich – falsch informiert wird. Ein Beispiel dafür ist das Thema „Befreiung von der EEG-Umlage“. Nach meiner Kenntnis sind die oft genannten Golfplätze nicht von der EEG-Umlage befreit, sondern verlagern ihren Stromverbrauch in die Nachtstunden und haben dadurch einen Preisvorteil.
    Eine Vertreterin der Berliner Verkehrsbetriebe wies darauf hin, dass bei einem Wegfall dieser Befreiung bei der BVG die Fahkartenpreise in Berlin um 4% steigen müßten.

    Genauso werden mit dem Hinweis auf „Energieeinsparung“ falsche Hoffnungen geweckt. In einem Rundschreiben hat meine Wohnsitzgemeinde gerade auf diese Dilemma hingewiesen. Weil durch zunehmenden Einsatz wassersparender Geräte sowie aufgrund sinkender Einwohnerzahlen die Wasserabnahme sinkt, müssen die Gebühren für Wasser und Abwasser erhöht werden. Schließlich seien Wasserwerk und Abwasserreinigungsanlagen mit allen Einrichtungen und Leitungsnetzen laufend zu unterhalten und bei Notwendigkeit zu erneuern. Der überwiegende Anteil der Kosten seien Fixkosten, die auf die abgegebene Wassermenge umzulegen sind. Beim Strom gilt das entsprechend!

    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat einen «Neustart» in der Energiepolitik verlangt. Soll er doch, sagen sich viele Bürgermeister aller Couleur und versuchen vehement in ihrem Gemeindegebiet weitere Flächen für WKAs auszuweisen. Die hohen Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen sind in den jeweiligen Haushalten schon eingeplant. Ich habe allerdings den Eindruck, dass es sich bei den Pachteinnahmen um Wucherpreise handelt. Ich schätze, dass die Pachteinnahmen eines Jahres den Verkehrswert der Grundstücke bereits übersteigen.

    Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass es Fälle gab, bei denen man vom Stromversorger verlangte, Freileitungsmaste grün anzustreichen, damit sie mit dem Wald im Hintergrund nicht so stark auffielen. Heute sehe ich auf einem bewaldeten Berg 12 neue WKAs mit einer Gesamthöhe von 200 m hervorragen. Wahrscheinlich läßt man das zu, damit die Menschen in den umliegenden Gemeinden sehen, wofür sie die EEG-Umlage bezahlen müssen.
    Ich werde davon mal ein Foto machen und Ihnen zuschicken.

    Bis demnächst mal wieder in Frankfurt,

    Helmut Lebeau

    • Klaus Schwecke says :

      Richtig, Herr Lebeau, die wissentliche Falsch- oder Halb-Information fing bereits mit der Einführung des EEG an (Trittin: „Keine Subventionen!“) und wird bis heute und von allen Seiten betrieben! Das Thema hat es nicht verdient so zerredet zu werden! K.Schwecke

  4. Dr. Eike Roth says :

    Sehr geehrter Herr Wagner,
    super gemacht, viele nützliche Informationen! Wenn man zusätzlich bedenkt, dass das EEG keinerlei positive Wirkung bezüglich Klimaproblem hat, weil alle durch das EEG bewirkten CO2-Einsparungen über den EU-weiten Zertifikatehandel wieder ausgeglichen werden, wird der Irrsinn noch viel klarer: Viel Geld für nichts! Die Politiker werden es nicht ändern, sie bezahlen den Unsinn ja erstens nicht selber und sie müssten zweitens zugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben. Ein Änderung kann wohl nur dadurch kommen, dass diejenigen, die die Zeche bezahlen müssen, sich dagegen wehren. Nochmals danke für Ihren Beitrag dazu.
    Dr. Eike Roth, Klagenfurt.

  5. Wolfgang Kohl says :

    Sehr geehrter Herr Wagner

    vielleicht nur einen Hinweis. In Deutschland gibt es ungefähr 4.200.000 Gewerbebetriebe. Davon sind etwa 1700 von der EEG Umlage befreit, also 0,04%. Diese verbrauchen in der Tat sehr viel Strom, aber das ist zur Herstellung von Kupfer, Alumium, Elektrostahl, Zement etc. normal. Auch Sigmar Gabriel will diese nicht antasten und er weiß warum.

    Vielen Dank für Ihren Beitrag

    Dr. Wolfgang Kohl, Aachen

  6. Karl Hackstock says :

    „Ist es gleich Wahnsinn, so hat es doch Methode“ (Hamlet)

  7. Hans-Jürgen Klemm says :

    Im Grunde geht es um die gesamtgesellschaftliche Fragestellung, die Regularien der Grundversorgung sozialverträglich neu zu bestimmen. Zu dieser Grundversorgung, die nicht dem wechselnden Bedürfnissen des freien Marktes anheim fallen sollte und im gesellschaftlichen Konsens in staatlicher Obhut verbleiben müsste, zählen nicht nur Autobahnen, sondern auch Schienenwege, Wasserstraßen sowie Versorgungstrassen für Strom, Gas, Trink- und Abwasser. Für die Angebotsseite hingegen gilt diese Vergesellschaftungsnotwendigkeit nicht. Hier führt das Wechselspiel von Nachfrage und Verfügbarkeit/Angebot zum Ziel – sparsamste Ressourccennutzung und Versorgungssicherheit.
    Hans-Jürgen Klemm

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