Wird die Energiewende zur Energiefalle?

Die Antwort vorweg: Ja! Weil naturgesetzliche Einflüsse besonders bei der Elektrizitäts-Versorgung (hier Schwerpunktthema) nicht bzw. erstaunlich unzureichend beurteilt werden.

Begründung

Die Energiewende stellt die Nutzung Regenerativen Energien (RE) in den Vordergrund. Ihr Nutzen wird meist nur über eine Berechnung der erzielbaren Energiemengen beurteilt, gemessen in Kilowattstunden. Um die Mengenziele zu erreichen, müssen riesige Anlagenzahlen realisiert werden, weil die erreichbaren Volllaststunden z. B. von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sehr gering sind. Das bedeutet gleichermaßen riesige Kraftwerks-Leistungen, gemessen in Kilowatt.

Die sich z. B. bei Starkwind (Windkraft-Anlagen) und Mittagssonne (Photovoltaik-Anlagen) sowie Leistung aus anderen RE- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ergebende gesamte Anlagen-Leistung, kann nicht und wird nicht von den Verbrauchern/Gewerbe/Industrie in Anspruch genommen werden. Die RE-Kraftwerke müssen also „abgeregelt“ werden. Damit können diese die geplanten Strommengen nicht produzieren. Es besteht ein naturgesetzliches Dilemma. Speicher- und Netzausbau können diese Schwierigkeiten nicht wesentlich vermindern.

 

Fundamentale Zusammenhänge 

A)
Die weitgehende Nicht-Speicherbarkeit und die Leitungsgebundenheit von Elektrizität (Drehstrom, Wechselstrom),  erzwingt eine unmittelbare Gleichzeitigkeit von Leistungsbedarf (Verbraucher) und Stromerzeugung (Kraftwerke). Diese Voraussetzungen werden in der Diskussion um die zukünftige Stromversorgung, wobei es eigentlich „nur“ um die Wahl der Kraftwerksarten geht, erstaunlicherweise nicht bzw. wenig bedacht.

B)
Bei der Erzeugung von elektrischem Strom besteht ein unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Anlagen-Leistung (Kilowatt) und der Stromerzeugung (Kilowattstunden). Das scheint eine banale Feststellung zu sein, hat aber gewaltige Konsequenzen.

Nicht benötigter Strom führt zu einer Leistungsverminderung bei den Kraftwerken. Zusätzlicher Strombedarf verlangt von den Kraftwerken unmittelbar eine höhere Leistung. Werden Abweichungen nicht sofort „ausgeregelt“, so ergeben sich Versorgungsstörungen. Totale Netzausfälle sind möglich.

Diese Effekte treten besonders bei der Windkraft-Nutzung und der Nutzung der Sonnenenergie (Photovoltaik) auf. Wenn diese Anlagen mit ihrer gesamten installierten Leistung, dank hoher Windgeschwindigkeit bzw. maximaler Sonnenstrahlung (mittags) Strom produzieren, kann dieser bei zu geringem Bedarf nicht genutzt werden. Die Anlagen müssen dann „abgeregelt“ werden. Bei Windstille bzw. nachts erbringen diese Anlagen keine Leistung. Der Leistungsbedarf muss durch andere Kraftwerksarten ersetzt werden.

C)
Das gesamte „Geschehen“ der Elektrizitätsversorgung kann  durch drei Werte beschrieben werden. Auf weitere wichtige Belange wie Frequenz, Spannung, Blindleistung u. a. wird in diesem Beitrag nicht eingegangen.

  • Stromverbrauch
    2011 betrug der gesamte Stromverbrauch in Deutschland etwa 600 Terawattstunden – TWh (= 600 Milliarden kWh).
  • Niedrigster Leistungsbedarf/Tiefstlast
    Der niedrigste Leistungsbedarf tritt in den Sommermonaten, an Wochenenden, auf. Es sind etwa 45.000 Megawatt – MW (= 45.000.000 Kilowatt – kW).
  • Höchster Leistungsbedarf/Höchstlast:
    Am Tag der höchsten Belastung des Netzes, sog. Höchstlasttag (tritt typisch im Dezember oder Januar auf), beträgt der Leistungsbedarf etwa 77.000 MW (= 77.000.000 kW).

Einzelheiten 

D) Kraftwerke 2012
Die Stromrechnungen aller Haushalte enthalten einen Zuschlag zur Bezahlung der Vergütungen für den Strom aus Regenerativ-Kraftwerken (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG). Der Zuschlag wird jährlich im Voraus ermittelt. Aus der Berechnung dieser sog. EEG-Umlage für 2012 lassen sich markante Daten der EEG-Kraftwerke entnehmen. Siehe Tafel 1.

Kraftwerksarten P [MW] TAN [h/a] ERZ [GWh]
2012  1)
EEG-Anlagen
Wasserkraft 1.480 3.939 5.830
Gase 590 2.825 1.667
Biomasse 5.021 6.046 30.355
Geothermie 24 4.458 107
Wind onshore 29.343 1.708 50.125
Wind offshore 625 2.178 1.361
Photovoltaik 28.348 849 24.071
Summen EEG-Anlagen 65.431 1.735 113.516
Wasserkraft nicht EEG 3.000 5.000 15.000
Summen RE-Anlagen 68.431 1.878 128.516
Kraft-Wärme-Kopplung 2) 40.736 1.765 71.891
Summen gesamt 109.167 1.836 200.407
RE-Regenerative Kraftwerke
P            Kraftwerksleistung
TAN       Volllaststunden
ERZ       Stromerzeugung
1)          Volllaststunden,  Rückrechnung  TAN =  1000 * ERZ/P
2)          BKWK, Berlin:  BAFA 2009
Tafel 1: Kraftwerksdaten 2012 zur Ermittlung der EEG-Umlage 2012
Quelle: Übertragungsnetzbetreiber, Bundesnetzagentur

E) Hauptdaten der EEG-Kraftwerke, Leistung
Für die EEG-Kraftwerke wird bis Ende 2012 eine gesamte Leistung von etwa 65.000 MW erwartet. Hinzuzurechnen sind die „große“ regenerative Wasserkraft (etwa 3.000 MW) und die Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK, mit etwa 41.000 MW). Strom aus KWK-Anlagen ist, wie EEG-Strom, ebenfalls abnahmepflichtig. Es ergibt sich eine gesamte installierte Leistung von etwa 109.000 MW.

F) Leistungsüberhang
Auch wenn davon auszugehen ist, dass die gleichzeitige volle  Verfügbarkeit der EEG-Anlagen nicht eintreten wird und auch die KWK-Anlagen ihren Nutzungswert vorwiegend in der Heizperiode haben – in der Sommerzeit schlicht stillgelegt werden, ist ein erheblicher Überhang von bevorrechtigter Kraftwerksleistung erkennbar (Bevorrechtigung: Strom muss vom Netzbetreiber per Gesetz abgenommen werden).

Dem oben (C) genannten Leistungsbedarf: Sommer 45.000 MW bzw. Winter 77.000 MW, stehen bereits 2012 etwa 109.000 MW regenerative und KWK-Kraftwerks-Leistung gegenüber. Für die konventionellen Kraftwerke, die ausschließlich in der Lage sind, für ein stabilen Netzbetrieb Sorge zu tragen, besteht damit eigentlich keine Betriebsmöglichkeit.

G) Stromerzeugung/Bedarf
Die Stromerzeugung der EEG-Kraftwerke wird aus der Multiplikation der Leistungen mit den sog. Volllaststunden (Erfahrungen) errechnet. Die EEG-Strommenge wird für 2012 zu etwa 114 TWh prognostiziert (Tafel 1).

Die installierte Leistung aller Regenerativ-Kraftwerke  ermöglicht im besten Falle eine Strom-Erzeugung von etwa 129 TWh. Die Strom-Erzeugung der KWK-Anlagen beträgt etwa 72 TWh (Daten für 2009). Beide erreichen eine Erzeugung von etwa 200 TWh. Dieser Wert ist zu vergleichen mit dem gesamten Bedarf von etwa 600 TWh. Es fehlt demnach eine Strommenge von etwa 400 TWh.

H) Dilemma zwischen Leistung und Erzeugung, Energiefalle
Die Gegenüberstellung dieser Daten zeigt das eklatante Auseinanderklaffen von regenerativer und KWK-Kraftwerks-Leistung und deren möglicher Stromerzeugung über ein Jahr gerechnet.

Hier zeigt sich das grundsätzliche Dilemma der Regenerativ-Kraftwerke, hieraus begründet sich die Energiefalle. Auch ein Netzausbau kann dem nicht abhelfen. Die erforderlichen Speicher,  gleich welcher Art, sind in der erforderlichen Menge/Größe nicht realisierbar.

I) Konventionelle Kraftwerke
Obwohl die Regenerativen- und die KWK-Anlagen über riesige Leistungen verfügen (werden), können diese nicht die notwendige Strommenge breitstellen. Den großen KWK-Anlagen (vielfach auch Müll-Verbrennungsanlagen) kommt eine Sonderrolle zu. Diese könnten zur Deckung des Leistungsmangels in windarmen Zeiten und nachts (keine PV-Stromproduktion) genutzt werden.

Da im Sommer weitgehend keine Fernwärme benötigt wird, würden die Anlagen als „normale“ Wärmekraftwerke betrieben werden müssen. Damit verlieren sie ihre Vorteilhaftigkeit bei der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung. Die als sinnvoll zu bewertende Wärmedämmung von Gebäuden, vermindert den Fernwärme-Verkauf, steht somit dem Zubau von KWK-Anlagen entgegen.

Die Daten zeigen, dass auch zukünftig konventionelle Kraftwerke notwendig sind, insbesondere Anlagen, die sehr schnelle Lastwechsel zulassen (Regelkraftwerke). Die Forderungen zum Bau neuer, sog. hocheffizienter Kraftwerke ist in diesem Zusammenhang nicht verständlich. Diese Anlagen können nur dann hocheffizient (hohe Wirkungsgrade) sein, wenn sie über längere Zeit im Bestpunkt betrieben werden können. Die Problematik hochwarmfester Werkstoffe kommt hinzu.

Wenn diese Kraftwerke, unabhängig von der Bauweise, nur unzureichende Betriebszeiten erreichen können (Vorrangigkeit der RE- und KWK-Anlagen), werden keine wirtschaftlichen Anreize zum Neubau bestehen. Die bestehenden konventionellen Anlagen werden in die Rolle von (unwirtschaftlich arbeitenden) „Lückenbüßer-Kraftwerken“ gedrängt.

J) Solar-Strom-Vergütung
Die derzeitigen Diskussionen über die Vergütungs-Verminderungen von PV-Anlagen sind ein Beleg für die dargelegten Fakten. Einige  Politiker erkennen wohl schmerzlich die Folgen eines hemmungslosen Zubaus. Dies besonders in Bezug auf die Entwicklung der Strompreise. Die Insolvenzen der Solar-Industrie sind zwangsläufig. Ebenso wird die Windanlagen-Industrie Einbußen zu erwarten haben.

K) Kraftwerke 2020
In Tafel 2 sind die entsprechenden Daten für 2020 dargelegt. Zu beachten sind besonders die Leistungen für die Photovoltaik- und  die Windanlagen. Die genannten Werte sind „Vorgaben“ der Bundesregierung, als auch Werte, die die Lobby-Verbände nennen. Z. B. benennt die Photovoltaik-Branche die gewünschte/geforderte Anlagenleistung in 2020 zwischen 52.000 MW und 70.000 MW (in Tafel 2 werden 60.000 MW angenommen).

Kraftwerksarten P [MW] TAN [h/a] ERZ [GWh]
2020  1)
EEG-Anlagen
Wasserkraft 1.500 4.000 6.000
Gase                                 2) 600 3.000 1.800
Biomasse                          2) 10.000 3.000 30.000
Geothermie                       2) 100 5.000 500
Wind onshore 45.000 2.000 90.000
Wind offshore 10.000 3.500 35.000
Photovoltaik 60.000 900 54.000
Summen EEG-Anlagen       3) 127.200 1.708 217.300
Wasserkraft nicht EEG 3.000 5.000 15.000
Summen RE-Anlagen         3) 130.200 1.784 232.300
Kraft-Wärme-Kopplung 2) 3) 45.000 1.667 75.000
Summen gesamt                 3) 175.200 1.754 307.300
RE-Anlagen:  Regenerative Kraftwerke
P            Kraftwerksleistung
TAN       Volllaststunden
ERZ       Stromerzeugung
1)          Volllaststunden,  Annahmen
2)          Schätzung
3)          Rückrechnung  TAN = 1000 * ERZ/P
Tafel 2:  Kraftwerksdaten 2020, in Anlehnung an Daten zur
Ermittlung der EEG-Umlage  für 2012, siehe Tafel  1

Ohne Zweifel sind derartige Installationen technisch machbar. Die Konsequenzen für den gesamten Strom-Bedarf werden offensichtlich nicht bedacht. Im Jahre 2020 stehen dem  Leistungsbedarf von 45.000 MW bis 77.000 MW (C) etwa 175.000 MW installierte RE- und KWK-Leistung gegenüber. Diese Leistung kann nicht von den Verbrauchern (Industrie, Gewerbe, Haushalten etc.) „abgenommen“ werden. Der Leistungsbedarf ist einfach nicht vorhanden. Außerdem soll „gespart“ werden.

Die jährliche Stromerzeugung wird aus diesen Anlagen dann etwa 307 TWh betragen: Fehlmenge etwa 300 TWh. „Logisch“ ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis einer Studie zu nennen, dass man dann jährlich etwa bis zu 140 TWh Strom importieren müsse. Die Größenordnung der „Lücke“, wie in dieser Abhandlung  beschrieben, ist demnach zutreffend.

L) Politische Forderungen
Die Energie-Politik erschöpft sich primär in der Forderung nach einem erheblichen Zubau von Regenerativ-Kraftwerken. Insbesondere wird die Windkraft-Nutzung als Königsweg beurteilt.  Bestätigung findet die Politik für diese Thesen in  „wissenschaftlichen“ Studien, die in der Regel im Auftrag der Politik erstellt werden. Hier ergibt sich die Frage: Wer treibt wen?

M) Versorgungsziel 2050
Fast die gesamte Stromversorgung in Deutschland soll im Jahre 2050 durch Regenerative Energien bewerkstelligt werden. Dazu seien allerdings erhebliche Netz- und Speicherausbauten notwendig. Erstaunlich ist die Zusatzbedingung: Deutschland müsse dann etwa bis zu 140 TWh Strom pro Jahr importieren.

Diese Ergebnisse werden kritiklos von der Politik und Teilen der Gesellschaft übernommen. Für die einschlägige Industrie und die Investoren (Nutzung von direkten und indirekten Subventionen) sind diese Studien hoch willkommen.

Der „Prognose-Mut“, also zu wissen, was wird in 2050 sein, ist bemerkenswert. Welche Prognosen für 2010 gab es um 1970, wenn man die 40 Jahre nicht nur nach vorn blickt, sondern auch zurück.        

N) Leistungsminderung der RE-Anlagen
Auch wenn die gesamte Leistung der RE-Anlagen gleichzeitig (naturgesetzlich) nicht erreicht werden kann, und von den KWK-Anlagen weitgehend im Sommer keine Wärme abgenommen wird, so werden diese Anlagen nur mit stark verminderter Leistung betrieben werden können. Diese Einschränkungen berühren die betriebswirtschaftlichen Erwartungen der Betreiber existenziell.

O) Stromspeicher
Es drängt sich auf, diese Problematik mit dem Bau von Speichern mildern zu können. Eine Studie ermittelt einen Speicherbedarf von etwa 120 TWh.

Die deutschen Wasserkraft-Pumpspeicher-Kraftwerke haben derzeit eine Kapazität von etwa 0,04 TWh. Die Entleerungzeit aller Anlagen beträgt im Mittel etwa sechs Stunden. Es müsste demnach die 3.000fache Kapazität von Pumpspeicheranlagen gebaut werden. Das ist illusorisch.

Hinweis: Die Speicherkapazität in den Batterien von E-PKW beträgt bei einer Million Fahrzeuge etwa zwei TWh (PKW-Jahresbedarf).

P) Desertec, Seatec, Stromtrassen
Die aufgezeigten Leistungs- und Erzeugungsstrukturen erwecken Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Desertec und auch Seatec (Zusammenschluss der Windkraftbetreiber in den Anliegerstaaten von Nord- und Ostsee).

Bei der großflächigen Verteilung besonders der Photovoltaik-Anlagen bereits derzeitig, ist auch der Ruf nach zigtausenden Kilometern Hochspannungs-Leitungen von Nord- nach Süd-Deutschland schlicht unverständlich. Anders gesagt, die Windanlagen auf See erweisen sich als Fehlinvestitionen.

Q) Europäisches Verbundnetz, Strom-Importe, Strom-Exporte
Der Austausch von Strom zwischen den Staaten in Europa ist eine Jahrzehnte geübte Praxis. Importe und Exporte finden permanent statt. Dies in Abhängigkeit von Kraftwerks-Verfügbarkeiten (auch Störfällen), Bedarf von Spitzenstrom sowie Grundlaststrom,  grenzüberschreitenden Stromhandel und den Stromerzeugungs-Preisen. Wenn, wie dargelegt, ein permanenter Strombedarf über ein Jahr gerechnet in Deutschland bestehen wird (Studien), so wird das Ausland gegen „angemessene“ Bezahlung gerne helfen. Diese Hilfen werden bei nationalen Bedarfslücken sofort gestoppt werden. Deutschland wird erbarmungslos vom „Guten Willen“ des Auslandes abhängig werden. Das zeigte sich bereits 2011.

R) Resümee 
Allein die Gegenüberstellung der Leistungswerte und der Erzeugungswerte des zukünftigen Kraftwerks-Parks weist deutlich auf die Widersprüchlichkeiten der stromwirtschaftlichen Zielsetzungen und gar den volkswirtschaftlichen Verheißungen der Energiewende hin.

Die Energiewende wird den gestellten Forderungen nicht gerecht: Für eine sichere, umweltschonende, bezahlbare, weitgehend gesellschaftliche akzeptierte Energie-/Stromversorgung Sorge zu tragen.

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27 responses to “Wird die Energiewende zur Energiefalle?”

  1. Gerti Stiefel says :

    Herzlichen Dank für die gut recherchierte Arbeit und dass aufzeigen, dass Windkraft eine Sackgasse ist.

  2. Wilfried Schäfer says :

    Eberhard ganz grosse Klasse: Ich bin auf Reaktionen gespannt. Gruß Wilfried

  3. Prof. Dr. Joachim Grawe says :

    Herr Wagner hat sachkundig und detailiiert die wahren Probleme der sog Energiewende dargestellt. Leider bestehen in der Öffentlichkeit, gespeist durch die mächtige Solar- und Wind-Lobby und bereitwillig transportiert von so manchen Medien, völlig falsche Vorstellungen über die Möglichkeiten und Grenzen eines Umbaus des Energiesstems. Dazu trägt sicher auch die in Deutschland so verbreitete falsche (romantische) Vorstellung von „Natur“ bei. Offenbar sind für viele Menschen nur Sonne und Wind „natürlich“ und von Gott gegeben, Kohle, Öl, Gas und Uran aber nicht, obgleich sie ebenfalls natürlich entstanden sind. Dazu gehören auch so unsinnnige Aussagen wie „Die Sonne schickt keine Rechnung“. In der Tat, die Sonne nicht, auch die Kohle nicht oder das Gas, wohl aber der Betreiber einer kostspieligen Anlage zur Nutzung der Solarstrahlung. Man kann dem Beitrag von Herrn Wagner nur größtmögliche Verbreitung wünschen.

  4. Werner Wiedersich says :

    der artikel ist sehr gut geschrieben

  5. Dr. Johannis Nöggerath, Zürich says :

    Herr Wagner zeigt die Negativ-Dynamik der heutigen „Energiewende“ sehr schön auf:
    Unmässige Mengen EEG-subventionierter Photovoltaikstrom werden mittels planwirtschaftlich verordneter Vorrangs-Einspeisung im Merit Ordersystem in vollem Umfang bevorzugt. Jede kWh solchen Stroms wird voll bezahlt – selbst wenn er gar nicht in D gebraucht wird – und irgendwohin verschenkt wird.
    Der Egoismus der bevorzugten Photovoltaik-Betreiber (Solarbauern und wohlhabende) Eigenheimbesitzer wird keine künftigen Abstriche am EEG für Photovoltaik hinnehmen.–> Also wird weiterhin mehr Solar-PV-Fläche hinzugebaut und der Anteil unnützer Überhangspitzenstromproduktion steigt weiter an.
    So ist ein circulus vitiosus vorgezeichnet und der Marktpreis für Spitzenstrom = Regelstrom nimmt immer weiter ab und die Regelkraftwerke bleiben immer länger abgeschltet –> Es wird für die Kraftwerksgesellschaften immer unrentabler Regelkraftwerke (Gaskraftwerke oder Pumpspeicherwerke – bei uns in der Schweiz) zu bauen und zu betreiben.
    Obwohl man also immer dringender den Regelstrom bräuchte für Wind- und sonnenarme Zeiten wird das immer kostspieliger, risikoreicher und unbezahlbarer.

    Da man der Industrie Zugeständnisse durch weniger Forderungen hinsichtlich EEG macht, damit ihre Konkurrenzfähigkeit erhalten bleibt und in Deutschland bleibt, verteilt man so also die Last auf immer weniger Schultern. Nämlich auf die Stromkonsumenten in Mietwohnungen, die keine EEG-Subventionen erhalten und nur zahlen dürfen.

    Kaum zu glauben, dass eine sozialdemokratische Partei dieses System unterstützt ….

  6. Dipl.-Ing. Werner H.F. Hünlich says :

    Die von Herrn Wagner mit wissenschaftlicher Akribie und der von ihm bekannten Fachkenntnis analysierten Fakten und Daten zur bisher eingeleiteten „Energiewende“ zeigen hervorragend die gefährlichen
    ‚Schwachstellen‘ dieser Entwicklung auf, die für die bisher so selbst-
    verständliche Sicherheit der Stromversorgung von Industrie und Haus-
    halten einiges befürchten lassen ! Von der Preisentwicklung ganz ab-
    gesehen ! Nicht ohne Grund hat eine größere Anzahl von Betrieben
    bereits ihre Produktion ins Ausland verlegt – nicht nur ‚Aluminium‘ ! !
    Diese technisch fundierte Analyse sollte weiteste Verbreitung finden !

  7. Rolf Große says :

    Vielen Dank Herr Wagner!
    Eine hervorragende Darstellung des Dilemmas der „Energiewende“!
    Leider sind solche Zusammenfassungen in deutschen „Qualitätsmedien“ meist nicht zu finden.
    Für mich als Elektrotechniker sind die Zusammenhänge klar, für die meisten Bundesbürger nicht! Hier fehlt es einfach an naturwissenschaftlicher Bildung und objektiver Information! Ich komme mir manchmal vor, als ob ich wie einst Don Quijote gegen „Windmühlenflügel“ kämpfe, werde aber immer wieder versuchen, durch Aufklärung im Bekannten- und Freundeskreis und durch Leserbriefe an Zeitungen die Zusammenhänge objektiv darzustellen.
    Herzliche Grüße aus dem Helmstedt/Schöninger Braunkohlerevier!

  8. Gerald Pesch says :

    Ich kann nur bestätigen, daß die « Energiewende » ein Stück aus dem Tollhaus ist. Als Techniker sträuben sich einem die Haare wenn man quer durch alle Medien die Kommentare und „Weisheiten“ der „Fachjournalisten“ zu diesem Thema ertragen muss. Die Deutsche Energiepolitik hat nichts mehr mit Physik und Technik zu tun, sondern ist nur noch Mittel zum Zweck; dem Zweck des Gesellschaftlichen Umbaus! Aber hier gilt wohl der Spruch:“ Erst muss das Licht ausgehen, ehe einigen Leuten ein Licht aufgeht“. Aber dann ist der Schaden am Wirtschaftsstandort Deutschland wohl da, und ich frage mich ob das nicht das eigentliche Ziel vieler grüner “Energieexperten“ darstellt. Traurig nur dass inzwischen alle Parteien als grüne Blockflöten mit auf dem Wagen sitzen – mit Leuten wie Trittin am Steuer. Irrsinn!

  9. Dr. Heinz Schütte says :

    Danke Herr Wagner!

    Eine auf Grund der erschöpfenden Zusammenstellung aller Daten und Fakten, die für eine Beurteilung der „Energiewende“ zur Verfügung stehen, sowie einer klaren und zwanglos nachvollziehbaren Argumentation in jeder Hinsicht mustergültige Arbeit, die jeden, der mit der Aussage 3 x 3= 9 keine Schwierigkeiten hat, überzeugen muss. Leider werden die hier dargestellten Zusammenhänge dem normalen Bürger in aller Regel nicht bewusst, da die überwältigende Mehrheit der Bürger – auch der gebildeten! – ihre diesbezüglichen Informationen aus dem „GEZ-Monopol“ Fernsehen bezieht, wo man peinlich darauf bedacht ist, dem Zuschauer korrekte Fakten zur „Energiewende“ vorzuenthalten.

    Als Indiz für den von der Politik betriebenen energiepolitischen Unsinn bleibt dem Verbraucher nur das zunehmende Vakuum in seiner Geldbörse. Während der Bürger normalerweise bei Angriffen auf sein Portemonnaie sehr sensibel reagiert, kann er im Fall der „Energiewende“ ruhig gestellt werden, da ihm in religiös-messianischer Form eingeredet wird, dass die Welt nur zu retten ist, wenn der durch den Menschen verursachte Ausstoß von CO2 reduziert wird. Jeder, der sich nicht an diesen Glaubenssatz hält, versündigt sich an der Erde und seinen Enkeln. Zu diesen Sündern möchte der gute Deutsche nicht gehören.

    Diese heimtückische Begründung, die den Bürger einschüchtert und am Denken hindert, ist durch die Veröffentlichung einer Arbeit in der Fachzeitschrift „et-ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN“ in der Ausgabe 12/2011, Seite 32-37, wissenschaftlich unanfechtbar widerlegt: „Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz als Fundament menschlichen Wirtschaftens“ In dieser Arbeit wird der Beweis erbracht, dass „ausnahmslos sämtliche im Weltwirtschaftssystem auftretenden Kosten zu 100% Kosten für fossile Energien sind.“ Das bedeutet zwangsläufig, dass auch sämtliche Kosten für „Erneuerbare Energien“ zu 100% aus Kosten für fossile Energien resultieren. Da die Kosten für „Erneuerbare Energien“ um den Faktor 3-7 höher sind, als die Kosten zur Stromerzeugung in klassischen Wärmekraftwerken, wie wissenschaftliche Berechnungen des „Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung“ der Universität Stuttgart, Prof. Dr. Ing. A. Voß, beweisen, bedeutet das, dass für die Herstellung von 1 kWh Strom aus „Erneuerbaren Energien“ 3-7 kWh fossile Energien verfeuert werden müssen.

    Dieses Faktum ist das exakte Gegenteil dessen, was von der Politik als Glaubenssatz zur Weltrettung verkündet wird: Die Stromproduktion aus „Erneuerbaren Energien“ erspart kein CO2 sondern erzeugt ein Vielfaches dessen an CO2, was klassische Wärmekraftwerke im Vergleich erzeugen. Die CO2-Theorie der Ökobewegung zur Begründung der „Energiewende“ ist damit falsifiziert und somit jeglicher diesbezüglicher Argumentation für eine „Energiewende“ der Boden entzogen.

  10. Dr. Albert Krause says :

    „Man kann dem Beitrag von Herrn Wagner nur größtmögliche Verbreitung wünschen.“ schrieb Prof. Grawe
    und
    „Diese technisch fundierte Analyse sollte weiteste Verbreitung finden !“ bekräftigte an dieser Stelle Herr Hünlich.
    Diesen beiden Herren möchte ich mich mit allem mir möglichen Nachdruck ganz ausdrücklich anschließen! Herrn Wagner ist es gelungen, mit Präzision und gerade dem Grad an Ausführlichkeit der Fakten-Präsentation, der für Verständnis und Argumentation sinnvoll ist, das auszudrücken, was vielen technisch vorgebildeten Menschen – aber nicht nur diesen – durch den Kopf geht, wenn sie täglich mit dem bundesdeutschen Energiewende-Schwachsinn und dessen Auswirkungen übergossen werden.
    Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Wagner, zu dieser ausgezeichneten Arbeit!
    Einen ganz persönlichen Grund für diesen Glückwunsch, sehr geehrter Herr Wagner, habe ich auch: Ich gehöre ebenso wie Sie dem Jahrgang 1938 an und lebe als Chemiker in der Nähe Ihrer Geburtsstadt Wittenberg. Allerdings erst seit 1962 (ich stamme aus Dessau), weshalb ich Sie leider nicht mehr hier antreffen konnte. Es freut mich jedoch, daß ich jetzt in Ihnen jemandem begegne, der wie weiland Martin Luther Sachverstand, mit mutigem Protest gepaart, gegen einen politisch begründeten Mißstand verficht.
    Lassen Sie mich bitte Ihre Arbeit mit besten Kräften unterstützen!
    Mit herzlichen Grüßen aus dem Dorfe Elster
    Albert Krause

    • Eberhard Wagner says :

      Herr Dr. Krause,
      ein Kontaktversuch zu Ihnen ist leider nicht gelungen.
      Könnten Sie sich nochmals melden (Mailanschrift?).
      Gruß
      Wagner

  11. Dr.-Ing. Adalbert Rabich, Dülmen says :

    Dr.-Ing. Adalbert Rabich, adalbert@familie-rabich.de

    Es ist gut, wenn man sich mit der Anpaßbarkeit der Energie-Erzeuger-Systeme befaßt und die Unstimmigkeiten aufzeigt. Aber diese Diskrepanz ist bei den Fachleuten bekannt und wird auch genannt, ich weise hier z.B. auf Prof. Dr. Mayinger hin. Auch Unterzeichner hat einen Antrag an den VDI und das BMU gestellt, über kompetente und unabhängige Fachleute die Vergleichbarkeit bisherirger Großkraftwerke mit der Bündelung von kleinen Erzeugern hinsichtlich Versorgungssicherheit herzustellen. Es kommen zu den geschilderten Leistungs-Differenzen noch viele sonstige technische Probleme hinzu, denn die Zentrierung mit automatischen prozessrechner gesteuerten Anlagen schafft viele Zuverlässigkeits- und Ausfallprobleme, hier wird ein System gepuscht, dass zahlreiche Unausgereiftheiten aufweist.
    Diesen Argumenten steht die Propaganda gegenüber, die das Vermeiden von CO2 zum Dogma erhoben hat, wobei weder das Klima-Modell wissenschaftlich geprüft6 und bestätigt ist – und die Daten von Temperatur und CO2 in der Atmosphäre einer kritischen Durchleuchtung nicht standhalten.

    Ob es den betroffenen technischen Verbänden oder Fachleuten gelingt, hier zur sachlichen Erörterung und entsprechendnen Maßnahmen zu finden, ist – leider – sehr zu bezweifeln, da an den Schaltstellen nicht mehr die Ingenieure, sondern Ideologen sitzen. Nicht verwunderlich ist es daher, dass bekannte und spezifisch erfahrene Fachleute frustriert sind und sich der Eindruck verstärkt, dass die Illusionen und Wurschteleien ganze Fachgebiete infizieren.

    Adalbert Rabich, früher in entsprechendnen Kommissionen tätig

    • Frank Wendschuh says :

      Danke für den interessanten und gut recherchierten Aufsatz, lieber Herr Wagner. Er zeigt deutlich auf, wie die gegenwärtige Energiepolitik an den
      Erfordernissen vorbeigeht. Überzeichnete Förderungen von Wind- und Solar-stromerzeugungen mit gesetzlich verordneter Stromabnahme lassen Zweifel an den energiepolitischen Prioritäten aufkommen. Dabei werden triviale
      Tatsachen, wie die fehlende Grundlastfähigkeit der regenerativen Stromerzeugung -insbesondere bei Wind- und Solarstrom- schlichtweg unterschätzt oder gar ignoriert.
      Es fehlt ein realistisches und tragfähiges energiewirtschaftliches Gesamtkonzept. Ob sich jemals Sachverstand vor Ideologie durchsetzen wird, bleibt nur eine vage Hoffnung.

  12. Helmut Lebeau says :

    Sehr geehrter Herr Waqgner,

    Ihrem Artikel kann ich voll und ganz zustimmen. Gestaten Sie mir, dass ich zwei weitere Argumente ergänze:

    1. Strompreisvergleich Deutschland – Frankreich
    In Kommentaren lese ich immer von Strompreisvergleichen, die zwischen Deutschland und Frankreich herangezogen werden. Eurostat hatte hierzu einen europäischen Preisvergleich veröffentlicht. DAraus ist zu entnehmen, dass der Preisunterschied zwischen Deutschland und Frankreich (haushaltsbedarf) mit 14,06 Cent/kWh zu 9,94 Cent/ kWh gar nicht so groß ist, wenn man Steuern und Abgaben herausrechnet. Deutschland liegt dabei nur wenig über dem europäischen Mittel.
    Mit Steuern und Abgaben sieht es allerdings ganz anders aus. Deutschland liegt da mit 25,28 Cent/kWh unmiuttelbar hinter dem Spitzenreiter Dänemark, während Frankreich mit 13,84 Cent/kWh „abgeschlagen einen der hinteren Plätze belegt“.
    Eine ursache für die Differenz ohne Steuern und Abgaben sehe ich in der Versorgungszuverlässigkeit des französischen Verteilnetzes. In Deutschland rechnen wir mit einer durchschnittlichen jährlichen Unterbrechungsdauer von 15 Minuten pro Kunde und Jahr, während in Frankreich das Netz etwa 60 Minuten pro Kunde und Jahr ausfällt.

    2. Große Stromausfälle
    Die großen Stromausfälle in Italien und New York im Jahre 2003 haben für mich eines gemeinsam: Ereugung und Verbrauchsschwerpunkt lagen weit auseinander. Dagegen war der großflächige Stromausfall am 4.11.2006 (Leitungsabschaltung wegen eines Kreuzfahrschiffes) in Deutschland nach 1 Stunde weitgehend behoben.
    Das erinnerte mich an das Jahr 1999 als es auf den Jahrtausendwechsel zuging und alle Welt Angst vor großflächigen Stromausfällen hatte, besonders die amerikanischen Banken. Diese hatten daher Deutschland mit der Ampelfarbe gelb bewertet. Nach einem Vortrag vor amerikanischen Bankern, bei dem ich auf die dezentrale Anordnung unserer Kraftwerke, die relativ geringen Leitungslängen und die starke Vernetzung hinwies, konnte ich wenigstens ein gelb plus erreichen.
    Die gegenwärtige Energiepolitik läuft nach meiner Meinung genau in diese Falle: Lange Leitungen zwischen Erzeugung offshore und Verbrauchsschwerpunkten. Abschalten der verbrauchsnahen Kraftwerke.
    Das schlimme daran ist, dass die Bevölkerung nicht auf die Folgen eines Stromausfalls vorbereitet ist. Um nur einige zu nennen: keine Heizung, kein Benzin, kein E-Herd, kein Wasser, kein Fahrstuhl, keine Ampelregelung und vieles mehr.

    Ich werde mich bis zum Winter darauf vorbereiten!

    Gruß aus dem MKK

    Helmut Lebeau

  13. Peter Bauer says :

    Sehr geehrter Herr Wagner,
    vielen Dank für ihren knappen aber umfassenden Bericht zur Energiepolitischen Lage in Deutschland. Ich habe schon vor einiger Zeit die Vorlesungen Energie1, Energie2 und Energie3 (http://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie3/data/kap6/oeko_l_n.htm)von Prof. Dr. Dietrich Pelte von der Ruprecht-Karls Universität in Heidelberg gelesen, in denen er sehr ausführlich vorrechnet, dass auch weltweit 100% alternative Energie nicht machbar ist. Mir drängt sich da aber eine andere Frage auf: Warum werden solche Berichte nicht in Fachzeitschriften wie zum Beispiel ´Spektrum der Wissenschaft` abgedruckt, zumindest als Leserbrief zum Thema Zukunft der Energie? Ich lese diese Zeitschrift schon seit 1982 und fand sie bis vor einiger Zeit sehr seriös. Allerdings wurde in den Heften Dezember2011 bis Mai2012 Sehr einseitig über eben dieses Thema berichtet. Wurden Sie gefragt oder haben Sie angeboten, einen Beitrag oder Kommentar abzugeben? Denn was mir fehlte waren differenziertere Angaben. Es würde mich sehr interessieren, was zum Beispiel ein Reinhard Breuer Editor-at-Large von SdW dazu sagt.
    Nochmals Danke,
    Peter Bauer
    peter.bauer41@googlemail.com

  14. Dr. Eike Roth says :

    Sehr geehrter Herr Wagner,

    sehr guter Beitrag, Gratulation! Ich bin beeindruckt, wie Sie auf wenig Platz viele grundsätzliche Fehler der Energiewende verständlich zusammengestellt und die zwingende Konsequenz aufgezeigt haben: Die Energiewende ist in der beschlossenen Form unvermeidbar eine Energiefalle! Selbst wenn die Bürger alle Mehrkosten zu bezahlen bereit (und in der Lage?) wären, eine Pflichtabnahme von beliebig viel EEG-Strom bei nur begrenztem Strombedarf ist prinzipiell nicht möglich. Es ist jetzt schon so weit, dass manchmal Strom, der gar nicht erzeugt wurde, trotzdem voll bezahlt werden muss (natürlich letztlich vom Verbraucher, von wem denn sonst?). In Zukunft wird das noch viel häufiger der Fall sein – der Verbraucher muss generell zu viel und oft für buchstäblich nichts bezahlen! Und auch die jetzt oft als Allheilmittel herausgestellten „fehlenden“ Stromautobahnen von Nord nach Süd werden daran nur wenig ändern. Im Gegenteil, wenn sie gegen teures Geld (und gegen viele Bürgerproteste) gebaut sind, werden sie nur die Frage aufwerfen, ob gerade die Solarkraftwerke im Süden oder besser die Windkraftwerke auf dem Meer abgestellt (und trotzdem weiter bezahlt!) werden müssen, obwohl sie gerade sehr gut Strom produzieren könnten (dass in Letzterem Fall die neuen Leitungen im Moment gar nicht gebraucht werden, dann also auch unter ihrer plangemäßen Ausnutzung bleiben, sei nur ergänzend angemerkt). Und wenn beide Kraftwerkstypen nicht verfügbar sind, was in etwa in der Hälfte der Zeit der Fall sein dürfte, müssen immer noch konventionelle Kraftwerke den benötigten Strom erzeugen, mit den dazugehörigen Randbedingungen für Umwelt und Klima (und auch ohne Nutzen von den neuen Leitungen!). Schlimmer noch, für den Klimaschutz (wenn wir das Klima denn tatsächlich schützen müssen, schließlich wird es seit 14 Jahren nicht mehr wärmer, aber das ist ein ganz anderes Thema) nützt die ganze EEG-geförderte Stromerzeugung gar nichts. Gar nichts, denn die Gesamtmenge an CO2, die in der EU freigesetzt werden darf, wird durch die handelbaren Emissionszertifikate geregelt und für jedes kg CO2, das durch Energiewende und EEG eingespart wird, wird eben so ein Zertifikat frei und dafür wird das kg CO2 nun an anderer Stelle freigesetzt. Die beschlossene Energiewende ist nicht nur durch ihre inneren Fehler und Widersprüche zum Scheitern verurteilt und das Scheitern wird mit großem wirtschaftlichen Schaden verbunden sein, sondern sie bringt überhaupt keinen Nutzen mit sich, der dann zwar überbezahlt, aber immerhin doch erreicht worden wäre (außer natürlich dem wirtschaftlichen Vorteil für die unmittelbar an der Energiewende Verdienenden, insbesondere Haus- und Grundbesitzer). Selbst die durch EEG und Energiewende geschaffenen Arbeitsplätze liegen zunehmend überwiegend im Ausland, abgesehen davon, dass ohnehin mehr Arbeitsplätze in anderen Branchen verloren gehen als bei den regenerativen Energien geschaffen werden.

    Natürlich kennt niemand die Zukunft genau, aber ich bin überzeugt, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis sich die Mehrzahl der Deutschen fragen wird, wie die Energiewende überhaupt hat beschlossen werden können – ganz so, wie jetzt schon die meisten Menschen in so gut wie allen anderen Ländern über diesen Beschluss nur den Kopf schütteln können – und über die Hoffnung der Deutschen, damit als Vorbild angesehen zu werden, erst recht.

    Ich wünsche Ihrem Beitrag, möglichst große Beachtung zu finden.

    Eike Roth

    PS.: So schön es ist, dass alle bisherigen Kommentare zu Ihrem Beitrag voll zustimmend waren, so passt es auf der anderen Seite leider in das Bild, dass die Anhänger der Energiewende an einer sachlichen Diskussion gar nicht interessiert sind. Die Energiewende ist ohne Sachdiskussion beschlossen worden und sie soll offensichtlich auch nicht im Nachhinein durch eine solche gefährdet werden. Diese Diskussionsverweigerung, die wohl nur Ausdruck von Realitätsverweigerung ist, ist meines Erachtens das Schlimmste an der ganzen Entwicklung, weil sie weitere Fehlentscheidungen vorprogrammiert.

  15. Dr. Heinz Schütte says :

    Dr. Eike Roth, Kommentar vom 3. Juli 2012

    Sehr geehrter Herr Roth,

    zu Ihrem Kommentar vom 3. Juli 2012 möchte ich noch zwei ergänzende Hinweise geben. Sie schreiben in Ihrer Stellungnahme u.a.: „… für jedes kg CO2, das durch Energiewende und EEG eingespart wird…“. Eine solche Einsparung ist leider ein Irrtum. Wie das „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“, dessen Aussagen ich in meinem Kommentar vom 3. Juni 2012 beschrieben habe, beweist, wird durch den Einsatz „Erneuerbarer Energien“ kein CO2 eingespart, sondern, im Gegenteil, der CO2-Anfall wird durch Einsatz „Erneuerbarer Energien“ um ein Mehrfaches erhöht. Dieser Sachverhalt, der durch das auf naturwissenschaftlichen Gesetzen beruhende, nicht widerlegbare „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“ bewiesen ist, hat bisher leider noch nicht den nötigen Eingang in entsprechende Fachkommentare gefunden. Unabhängig von allen anderen, völlig korrekten Sachargumenten gegen den Einsatz „Erneuerbarer Energien“ reicht die Aussage des „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes“ allein aus, um den energiewirtschaftlichen Irrsinn der Energiewende zu entlarven, der zu einer Vergeudung fossiler Energieträger führt und – für alle, die den anthropogenen CO2-Ausstoß für klimarelevant halten – durch entsprechend erhöhten CO2-Anfall eine Klimasünde darstellt.

    Sie schreiben in Ihrem PS.: „… die Anhänger der Energiewende an einer sachlichen Diskussion leider nicht interessiert sind.“ Meine vieljährige Erfahrung in Diskussionen zeigt, dass eigentlich kaum jemand, ja fast niemand an diesem Thema interessiert ist. Das gilt leider auch für intelligente, akademisch gebildete Mitmenschen. Hier liegt der entscheidende Knackpunkt aller wohlgemeinten Versuche einer seriösen Information.

    Mit den besten Grüßen,

    Heinz Schütte

    • Mathias says :

      Lieber Herr Wagner,
      Respekt für die umfassende, vielschichtige und fundierte Darstellung der Aspekte. Sie haben eindrucksvoll die Schwachstellen und Unzulänglichkeiten aufgezeigt und neue Denkanstöße geliefert. Vielen Dank dafür.

  16. howetzel says :

    Hallo Herr Wagner,
    auch wenn mein Kommentar ein bisschen spät kommt, frage ich hier, woher kommt die CO2 Einsparung in Deutschland? Der Durchschnittsbürger wird da gleich sagen: vom Einsatz Erneuerbarer Energien! Diese Aussage ist nämlich falsch, wird aber von grüner Seite gern suggeriert.
    Der im Frühjahr erschiene OECD-Umweltprüfbericht Deutschland 2012 listet die CO2 Emissionen in Deutschland seit dem Bezugsjahr 1990 auf und schreibt:
    „Bei Fortschreibung der aktuellen Trends wird Deutschland sein Kyoto-Ziel (-21% des Niveaus von 1990) mehr als erreichen, und dies ausschließlich durch inländische Emissionsminderungen. Im Jahr 2010 lagen die gesamten Treibhausgasemissionen1 Deutschlands um 24% unter dem Niveau von 1990, des Basisjahrs des Kyoto-Protokolls (Abb. 1.1).“ (ebenda S.18)
    Damit haben wir 1000 Mio. t CO2 erreicht. Wenn man aber die Braunkohleförderung der DDR mit 300 Mio t und heute in Ostdeutschland mit 60 Mio t ansieht, muß man schnell erkennen woher die Einsparung eigentlich kommt und all das Gerede und auf die Brustklopfen kann man vergessen! Noch schlimmer wird es dann, wenn man sich das „Nationale Ziel“ -40% ansieht!
    Hier wird also von der Politik kräfig in die Tasche gelogen. Und alle machen bei diesem Zirkus mit, obwohl sie die Zahlen kennen!

  17. Ehninger says :

    Ja, wenn wir 100% „regenerativ“ sein werden, wird die Straßenbahn nur dann fahren, wenn der Wind bläst oder die Sonne scheint. Genauso geht es dann mit allen el. Verbrauchern… Da ist es dann vorbei mit dem Industrieland Deutschland!

  18. Isaac says :

    Hello! Do you use Twitter? I’d like to follow you if that would be okay. I’m absolutely enjoying your blog
    and look forward to new updates.

  19. Dr. Dieter Herrmann says :

    Hallo Herr Dr. Wagner,

    herzlichen Dank, dass Sie mich auf Ihren Beitrag aufmerksam gemacht haben. Er war mir irgendwie „durch die Lappen gegangen“.

    Inhaltlich stimme ich dem Beitrag sowie den durchweg positiven Kommentaren vorbehaltlos zu.

    In Bezug auf die energiepolitische Wertung der Energiewende und daraus zu ziehende Schlussfolge-rungen seien mir bitte einige Anmerkungen gestattet:
    1. Wie Ihr Beitrag deutlich macht, und wie auch jedem mit Energieversorgung vertrautem Fachmann von Anfang an klar gewesen sein muss, ist diese Energiewende eine Sackgasse.
    2. Auch eine Bundeskanzlerin bzw. eine Bundesregierung, die sich vor Fukushima wegen des be-schlossenen Kernenergieausstiegs aus „energiewirtschaftlicher Verantwortung“ noch für eine re-lative „Laufzeitverlängerung“ von Kernkraftwerken in Deutschland stark gemacht hat, und die nach Fukushima die Energiewende für Deutschland beschließt, dürfte sich dieser „Sackgassigkeit“ grundsätzlich bewusst gewesen sein.
    3. Die Entwicklung der Energieversorgung, nicht nur in Deutschland, schleppt sich, verglichen mit den stürmischen 1950er bis frühen 1970er Jahren, mit geringen Zuwachsraten des Bedarfs sowie unklaren strategischen Orientierungen dahin. In Deutschland wird das Ganze noch durch läh-menden, teilweise zum „Glaubenskrieg“ eskalierten politischen Streit um die grundsätzliche Rolle und die Zukunft der Kernenergie verschärft, in den unterschiedlichste Interessengruppen involviert sind. Die Öffentlichkeit ist entsprechend verunsichert und gespalten. Sie hält aber still, solange sie hiervon nicht zu offensichtlich und zu stark betroffen ist.
    4. Mit dem Schwenk in die Energiewende wurde jene Phase „langsamen Siechtums“ objektiv beendet und die „Krankheit“ offen zum allseits schmerzhaft wahrgenommenen Ausbruch gebracht. Damit sind zweifellos nicht geringe Risiken verbunden, aber letztlich auch die „Chance zur Heilung“. Die Fortschritte im öffentlichen Nachdenken über die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit der Energiewende seit Mai 2012 und heute sind nicht mehr zu übersehen. Umso wichtiger wird es aber, selbige nicht nur zu kritisieren, sondern auch zukunftsweisende Alternativen aufzuzeigen.
    5. Die Anforderungen an die Energieversorgung werden sich mit dem Ende der gegenwärtig noch anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise vermutlich grundlegend verändern. Diese Krise, die nicht ewig andauern kann, ist letztlich nur durch eine längere Periode weltweiten extensiven Wirtschaftswachstums zu überwinden. In dieser Situation, die nicht unähnlich zu den 1950er bis frühen 1970er Jahren ist, wird die rasche, qualitätsgerechte und vor allem auch kostengünstige Deckung des stark wachsenden Energiebedarfs zu einer der entscheidenden Voraussetzungen stabiler Entwicklung.
    6. Angesichts weltweit unterschiedlichster Ausgangs- und Randbedingungen wird auf keine der potenziell verfügbaren Energiequellen verzichtet werden können. Aber, ihr Einsatz muss an den Standorten und in dem Umfang erfolgen, dass er den in 5. genannten Kriterien gerecht wird. Nur Kernenergie hat das Potenzial, zum entscheidenden „Arbeitspferd“ zu werden, wenn sie unter Nutzung modernster Technik noch sicherer, noch flexibler in der Anwendung und insbesondere noch deutlich kostengünstiger gemacht wird.

    Herzliche Grüße aus Brandis

    Dieter Herrmann

  20. Dr. Roland Aßmann says :

    Sehr geehrter Herr Wagner,

    das Problem ist, dass sich bei der Energiewende zwei Blöcke von Gegner und Befürworter relativ unversöhnlich gegenüberstehen, die sich bekämpfen statt gemeinsam nach Lösungen für die Zukunft zu suchen. Beide haben gute Argumente und auf ihre Art mit vielem Recht. Als absoluter Gegner des geplanten Windkraftausbaus, aber glühenden Verfechter des Umdenkens in Richtung eines umweltfreundlicheren Wirtschaftens, verstehe ich beide Seiten.

    In Hessen sollen 4.000 WEA installiert werden. Für das relativ kleine Hessen bedeuten dies faktisch ein nahezu durchgängiges visuelles Industriegebiet bei Tag und Nacht. Trotzdem beträgt der prognostizierte Ertrag nur etwa 15% unseres aktuellen Primärenergieverbrauchs. Nach Speicherung und Windabnahme durch gegenseitige Beeinflussung haben wir Glück, wenn noch 7,5% übrig bleiben, zumal die von Fraunhofer fahrlässigerweise angenommenen 2.000 Volllaststunden niemals und schon gar nicht in den heute überwiegend windschwachen Jahren erreicht werden dürften. Ein solcher Ertrag läge insbesondere in windschwachen Jahren weit über dem aktuellen bundesdeutschen Durchschnitt!. Solche rein mathematischen Erkenntnisse darf man nicht unberücksichtigt lassen und schon gar nicht wegdiskutieren. Sonst sieht Hessen bzw. Deutschland irgendwann so aus, wie in der ARD-Dokumentation (http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videosextern/der-kampf-um-die-windraeder-112.html)berichtet und wir haben trotzdem nichts gewonnen.

    Das Ziel muss deshalb sein, sich bei beiden Seiten die zutreffenden Argumente herauszuziehen und sich auf die Suche nach Lösungen zu begeben, die möglichst viele der berechtigten Argumente berücksichtigen. Eine, möglicherweise sogar die einzige Lösung könnte das Ausweichen auf energiereichere und dünnbesiedelte Regionen im Sonnengürtel der Erde sein. Durch sog. Power-to-Liquid-Verfahren können synthetische Treibstoffe hergestellt werden. Das ist zwar etwas teurer, aber wiederum nicht so teuer, dass diese Verfahren ökonomisch nicht umsetzbar sind. Die Lösung hätte zudem den Charme, dass wir unsere Infrastruktur beibehalten könnten und unser Leben nicht nach der Fasson einiger weniger Ideologen umkrempeln müssten. Durch eine zunehmende Beimischung könnte zudem ein sanfter und allmählicher Umstieg eingeleitet werden, wobei mit steigenden Energiepreisen und fallenden Anlagenpreisen die Geschwindigkeit des Umstiegs jederzeit erhöht werden könnte, ohne uns die wirtschaftlichen unter den Füssen zu entziehen. Auch wären Energieerzeugung und Verbrauch zeitlich und räumlich entkoppelt. Nicht realisierbare Stromspeicher werden nicht benötigt. Der hohe chemisch gebundene Energieinhalt von Treibstoffen ermöglicht den Transport über weite Distanzen. Dadurch können die Anlagen in einer Vielzahl von Ländern installiert werden und so unabhängig von politischen Randbedingungen eine Liefersicherheit erreicht werden.

    Einfach weiter machen wie gehabt, mag für unsere Generation eine Alternative sein. Für unsere Kinder und Enkel ist es definitiv keine Option. Kohle, Öl und Gas mögen ebenfalls natürlichen Ursprungs sein. Ihr Verbrennen ist es jedoch definitiv nicht.

    Viele Grüße aus dem hessischen Büdingen
    Dr.-Ing. Roland Aßmann

    • Eberhard Wagner says :

      Herr Dr. Aßmann,
      besten Dank für Ihre Reaktion. Dazu einige Bemerkungen:

      Es wird kein vernünftiger Bürger etwas gegen ein „umweltfreundlicheres Wirtschaften“ haben. Was wir (in allen Wirtschaftszweigen) erleben, ist geradezu das Gegenteil.

      Sie beschreiben diese Situation, besonders bezogen auf die Wind-Nutzung , richtig. Die sog. Volllaststunden dieser Stromerzeugung werden von der Bundesnetzagentur und den Übertragungs-Netzbetreibern für 2017 (Berechnung der EEG-Umlage) und für Landanlagen mit 1775 Stunden ausgewiesen (richtige Zahl: 1712 Stunden).

      Ihr Ansinnen, bei den „Gegnern“ der Energiewende ein „Entgegenkommen“ einfordern zu können, dürfte ins Leere laufen. Was hat die „Strom-Wende“ (verkürzt ist dem so) bisher bewirkt?

      * Verdoppelung der Strompreise seit 2000.
      * Unsichere Stromversorgung – im Januar 2017 konnte nur mit äußersten Anstrengungen (gerade so) ein stabiles Netz erhalten werden; der Strombedarf wurde zeitweise (etwa 15.1. bis 25.1.) zu 95 % durch konventionelle Kraftwerke gedeckt).
      * Umweltaspekte werden geradezu gnadenlos missachtet (Sie beschreiben es !).
      * Die Sozialverträglichkeit hat sich als Farce herausgestellt. Die wenig bemittelten Bürger bezahlen per EEG-Gesetz den Strom für die „Reichen“.
      All das verstößt gegen den §1 EnWG. Wer klagt?

      Ihr Hinweis auf die Möglichkeiten der Energie-Bereitstellung aus energiereichen und dünn besiedelten Regionen ist wenig hilfreich. Desertec ist tot, War von vorn herein Unfug. Dieses Projekt setzt den Frieden im Mittelmeerraum voraus. Realität? Auch stromwirtschaftliche Gründe stehen dem entgegen. Bereits um 1985 hatte Prof. Schaefer (TU München, verstorben, Namens-Schreibweise!) auf den sinn-hafteren Ost-West-Link hingewiesen. Der Strom-Bedarf richtet sich gewöhnlich nach den Lebensaktivitäten (Tagesrhythmen) der Menschen. Dieser ist auf den Erd-Längengraden weitgehend identisch.

      Die „Power-to-xxx-Systeme“ zeigen sich als riesige „Energie-Vernichtungs-Maschinerien“ (Wirkungsgrade liegen bei 15 % für Strom zu Strom).

      Die wirtschaftliche Kalamität der Pumpspeicherwerke sollte bekannt sein. Neubaute, obwohl benötigt, gehen nicht voran – wie auch.

      Insgesamt darf nicht vergessen werden, dass Deutschland um 2000 eine sichere und preisgünstige Stromversorgung hatte – eben §1 EnWG gerecht. Seinerzeit wurden auch Netzteile wegen Nichtbedarf abgebaut.

      Ihre Abschluss-Bemerkung, „Weitermachen wie bisher“, soll nicht sein, ist sehr kritisch zu hinterfragen. Soll weiterhin ein irrwitziger EEG-Anlagen-Zubau vonstatten gehen? Wohin mit der Leistung (Kilowatt)? Vergütungszahlungen auch für nicht nutzbaren Strom? Welcher andere Wirtschaftszweig darf auf derartige paradiesische Umstände setzen, mit Nicht-Produktion, Geld verdienen zu können?

      Ich werde Ihnen noch ein Mail senden.
      Gruß
      Wagner

  21. howetzel says :

    Sehr geehrter Dr. Aßmann,
    Kennen Sie den Agora-Jahresbericht 2016?
    Die Agora-Experten lassen dort sogar die Sonne in der Nacht scheinen, damit ihre Grafiken schöner aussehen. Das Bundeswirtschaftsministerium, dessen STS Baake ehemaliger Direktor der Agora ist, bedankt sich für meinen „netten“ Brief und meint, ich könne die Erläuterung nicht lesen, dort wäre doch eine 24-Stundenmittelung beschrieben. Genau das hatte ich aber als irreführend bemängelt. Dummköpfe, hoffentlich, sonst wäre es ja Vorsatz 😦
    mfg
    howetzel

  22. Jio Care says :

    This is a very good tip especially to those fresh to the blogosphere.
    Brief but very precise information… Many thanks for sharing this one.
    A must read article!

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