Archive | Mai 2012

Die energie-autarke Gemeinde Güssing in Österreich

Die Problematik der Realisierung von sogenannten energie-autarken Gemeinden, Städten, Regionen etc. werden anhand der sog. „energie-autarken“ Gemeinde Güssing (Österreich) beschrieben. Weiterlesen…

Wird die Energiewende zur Energiefalle?

Die Antwort vorweg: Ja! Weil naturgesetzliche Einflüsse besonders bei der Elektrizitäts-Versorgung (hier Schwerpunktthema) nicht bzw. erstaunlich unzureichend beurteilt werden.

Begründung

Die Energiewende stellt die Nutzung Regenerativen Energien (RE) in den Vordergrund. Ihr Nutzen wird meist nur über eine Berechnung der erzielbaren Energiemengen beurteilt, gemessen in Kilowattstunden. Um die Mengenziele zu erreichen, müssen riesige Anlagenzahlen realisiert werden, weil die erreichbaren Volllaststunden z. B. von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sehr gering sind. Das bedeutet gleichermaßen riesige Kraftwerks-Leistungen, gemessen in Kilowatt.

Die sich z. B. bei Starkwind (Windkraft-Anlagen) und Mittagssonne (Photovoltaik-Anlagen) sowie Leistung aus anderen RE- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ergebende gesamte Anlagen-Leistung, kann nicht und wird nicht von den Verbrauchern/Gewerbe/Industrie in Anspruch genommen werden. Die RE-Kraftwerke müssen also „abgeregelt“ werden. Damit können diese die geplanten Strommengen nicht produzieren. Es besteht ein naturgesetzliches Dilemma. Speicher- und Netzausbau können diese Schwierigkeiten nicht wesentlich vermindern.

Zurück zum rhenus fluvius?

Ist es wünschenswert, einen Rhein in der Gestalt von vor 2000 Jahren wieder zu schaffen?

Die voran gestellte Frage soll provozierend verstanden werden. Im Sinne: Ist es grundsätzlich wünschenswert, einen Rhein in der Gestalt von vor 2000 Jahren wieder zu schaffen? Und, ist es überhaupt machbar, dies bei den enormen Nutzungsansprüchen der Anrainer anzustreben?

Unsere derzeitige, im Überfluss lebenden Generation neigt dazu, ultimativ Uraltstrukturen kritiklos für „gut“ zu empfinden und auch diese wieder erreichen zu wollen. Es wird nicht gefragt, von welcher Substanz, von welchen volkswirtschaftlich produzierten Gütern – originäres Bruttoinlandsprodukt – und Dienstleistungen man lebt. Es wird einfach Dieses und Jenes, eigentlich „Alles“ gefordert.
Im konkreten Fall ist es der Rhein, der gefälligst wieder in einen Naturzustand zurückversetzt werden soll. Alles zu wollen, heißt aber letztlich nichts oder nur punktuell etwas erreichen zu können.
Kein vernünftig handelnder und auch seiner Grenzen bezüglich seiner Lebensweise und seiner Anspruchshaltung bewusster Bürger wird sein grundsätzliches und verständliches Anliegen zur generellen Renaturierung von Gewässern mit ultimativen Dogmen vertreten. Es sind hunderte kleine Schritte, eingebunden in eine generelle Strategie, die eine Zielerreichung verlässlich erscheinen lassen.
Welche Schritte bzw. Schrittchen sind möglich bei Realisierungszeitspannen, die in Jahrzehnten zu messen sind?